GEO für Zahnärzte: So wird Ihre Praxis in der KI-Suche genannt
Immer mehr Menschen fragen nicht mehr nur Google, sondern auch ChatGPT, Gemini oder Perplexity: „Welcher Zahnarzt in Köln macht Implantate?“ Generative Engine Optimization, kurz GEO, sorgt dafür, dass Ihre Praxis in diesen Antworten vorkommt, und zwar mit richtigen Angaben. Dieser Leitfaden erklärt, was GEO ist und was Praxen konkret tun können.
Was ist GEO?
GEO steht für Generative Engine Optimization. Gemeint ist alles, was eine Website dafür tut, dass KI-Systeme sie verstehen, als Quelle nutzen und in ihren Antworten nennen. Dazu gehören Chat-Assistenten wie ChatGPT, Gemini, Claude und Perplexity, aber auch die KI-Übersichten, die Google über den klassischen Suchergebnissen einblendet.
Anders als bei der klassischen Suche bekommen Nutzer keine Liste mit zehn Links, sondern eine fertige Antwort mit wenigen Quellen. Wer dort nicht genannt wird, kommt für diese Frage praktisch nicht vor.
GEO und SEO: was gleich bleibt
GEO ersetzt SEO nicht, es baut darauf auf. KI-Suchsysteme greifen auf dieselben Webseiten zu wie Suchmaschinen, und Google selbst sagt, dass für die KI-Übersichten keine besonderen Maßnahmen nötig sind, die über gutes SEO hinausgehen. Eine schnelle, gut strukturierte Website mit einer eigenen Seite für jede Behandlung ist deshalb auch für GEO die Grundlage.
Neu ist vor allem der Blickwinkel: KI-Systeme setzen Antworten aus Fakten zusammen. Je eindeutiger, einheitlicher und leichter zu lesen diese Fakten über Ihre Praxis sind, desto eher und desto richtiger werden sie wiedergegeben.
1. Fakten eindeutig und überall gleich
Name, Adresse, Telefonnummer, Öffnungszeiten, Behandler und Schwerpunkte sollten auf der Website, im Google-Unternehmensprofil und in Verzeichnissen exakt übereinstimmen. Widersprüchliche Angaben, etwa alte Öffnungszeiten auf einem Portal, landen sonst ungefiltert in KI-Antworten.
- Ein vollständiges Impressum und eine Kontaktseite mit allen Angaben in Textform, nicht nur als Bild
- Behandler mit Namen, Qualifikation und Schwerpunkten auf einer eigenen Teamseite
- Leistungen so benennen, wie Patienten fragen, etwa „Implantate“ statt nur „Implantologie“
- Veraltete Einträge in Verzeichnissen und Portalen korrigieren
2. Inhalte, die Fragen direkt beantworten
KI-Systeme übernehmen gern Passagen, die eine Frage in wenigen Sätzen klar beantworten. Beginnen Sie Behandlungsseiten deshalb mit einer kurzen, sachlichen Antwort auf die wichtigste Frage und vertiefen Sie danach. Häufige Fragen mit kurzen Antworten am Ende einer Seite helfen Patienten und KI gleichermaßen.
Für Zahnarztpraxen gilt auch hier das Heilmittelwerbegesetz: keine Heilversprechen, keine Superlative. Sachliche Information ist ohnehin das, was KI-Systeme am ehesten zitieren.
3. Technik, die KI-Systeme lesen können
KI-Suchsysteme lesen Websites ähnlich wie Suchmaschinen, nur oft mit weniger Geduld für Technik. Was sie nicht sofort finden, fließt nicht in die Antwort ein.
- Strukturierte Daten (Schema.org) für Praxis, Adresse, Öffnungszeiten, Behandler und häufige Fragen
- Wichtige Inhalte als Text im HTML, nicht nur in Bildern, PDFs oder erst nach dem Laden per JavaScript
- Eine robots.txt, die die Suchroboter der KI-Anbieter nicht aussperrt. Wer etwa OAI-SearchBot oder PerplexityBot blockiert, kann in deren Antworten nicht als Quelle erscheinen
- Optional eine llms.txt: eine Textdatei, die KI-Systemen den Aufbau der Website erklärt. Das ist ein Vorschlag aus der Fachwelt und kein offizieller Standard; Google wertet sie nach eigener Aussage nicht aus. Sie schadet aber nicht und ist schnell angelegt
- Optional zusätzlich Textfassungen im Open Knowledge Format (OKF): jede Seite als schlichte Markdown-Datei mit Titel, Beschreibung und Stand, dazu eine Datei mit den verbindlichen Fakten der Praxis. KI-Systeme bekommen so den Inhalt ohne Navigation, Werbung und Technik. Auch OKF ist ein freiwilliges Format, kein Standard der Suchmaschinen
4. Erwähnungen außerhalb der eigenen Website
KI-Systeme verlassen sich nicht nur auf Ihre Website, sondern auch darauf, was andere über Ihre Praxis schreiben: Zahnärztekammer, Verzeichnisse, Bewertungsportale, Lokalpresse, Fachpublikationen. Einheitliche Einträge und echte Erwähnungen, etwa ein Fachbeitrag oder ein Vortrag, stärken das Bild, das KI-Systeme von Ihrer Praxis haben.
Für Bewertungen gelten dieselben Regeln wie bei Google: nicht gezielt nur zufriedene Patienten bitten, keine Gegenleistungen und die Schweigepflicht bei Antworten wahren.
5. Prüfen und messen
Fragen Sie selbst nach: „Welche Zahnarztpraxis in [Ihr Ort] bietet [Ihre Behandlung] an?“ in ChatGPT, Gemini und Perplexity, am besten regelmäßig und mit verschiedenen Formulierungen. Stimmen Name, Adresse und Leistungen? Werden veraltete Angaben genannt, liegt die Ursache meist auf einer Seite im Netz, die Sie korrigieren können.
In Google Analytics lassen sich Besuche aus KI-Assistenten an der Herkunft erkennen, ChatGPT etwa kennzeichnet Links mit „chatgpt.com“. Die Google Search Console zählt Klicks aus den KI-Übersichten zu den normalen Suchergebnissen.
Was GEO nicht leisten kann
Niemand kann garantieren, dass eine KI Ihre Praxis nennt. Die Antworten ändern sich je nach Frage, Ort und System, und die Anbieter legen nicht offen, wie sie Quellen auswählen. Seien Sie deshalb vorsichtig bei Angeboten, die feste Platzierungen in ChatGPT versprechen. Was zuverlässig wirkt, sind klare Fakten, gute Inhalte und eine saubere Technik, also im Kern dasselbe, was auch bei Google zählt.
MM Digital setzt GEO auf den Websites um, die wir betreuen, und nutzt es auch für die eigene Website, mit strukturierten Daten, llms.txt und OKF-Textfassungen jeder Seite für KI-Systeme.
Sie möchten wissen, was ChatGPT und Google über Ihre Praxis sagen?
Praxis prüfen lassen